Welches war das Kundenbedürfnis?
Die Mikropfahlfundamentierung für die Oberleitung der Eisenbahnlinie 162 zwischen Arlon und Sterpenich realisieren und der Anschluss der Erdung des Oberleitungspfahls auf den Mikropfählen.
Welche technischen Herausforderungen gab es bei dem Projekt?
Die erste Herausforderung war logistischer Art. Der Baustellenbereich war ausschließlich mit dem Zug erreichbar.
Es gab zwei Herausforderungen geologischer Art. Die Mikropfähle mussten bis zu einer Tiefe von 1 Meter in das Gestein gebohrt werden. Dieses war jedoch so hart, dass der gewünschte Nutzeffekt mit dem Material das typischerweise vorhanden ist, nicht erzielt werden konnten. An einigen Stellen war das Gestein wiederum fragmentiert und gab es unterirdische Höhlen.
Welchen Ansatz hantierte CVR?
Die logistische Herausforderung lösten wir, indem wir die vollständige Baustelleninstallation auf einem Zug installierten, so dass wir eine vollständige Woche autonom arbeiten konnten ohne dass der Vorrat auf dem Zug angefüllt werden musste.
Um die geologischen Herausforderungen angehen zu können, ließen wir eine neue Maschine bauen, an die ein besonders schwerer Bohrmast gehängt werden konnte. Diese Maschine konnte problemlos den gewünschten Nutzeffekt erreichen. Zusätzlich konnte die Maschine mit einer Vielzahl von Bohrwerkzeug/Vibrationsblöcken ausgestattet werden, so dass wir damit auch andere Fundamentierungstechniken realisieren können. Für das Auffüllen der unterirdischen Höhlen entwickelten wir ein spezielles System.
Wie sieht das Endresultat aus?
CVR bohrte als Fundament ungefähr 2.000 Mikropfähle für die vorgefertigten Betonmassive, auf die die Oberleitungspfähle montiert wurden. Alle Mikropfähle wurden über ein Erdungskabel mit dem Oberleitungspfahl verbunden. Diese Baustelle war die erste in Belgien, auf der diese Art von Fundamentierungssystem für Oberleitungen verwendet wurde. Alle Oberleitungspfähle auf der Linie 162 zwischen Arlon und der Grenze zu Luxemburg wurden auf die gleiche Art fundiert.